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Was kostet · Drahterodieren

Was kostet ein drahterodiertes Teil?

Der Preis eines drahterodierten Teils hängt an der Maschinenzeit: Schnittfläche (Konturlänge × Dicke) geteilt durch die Schneidrate des Werkstoffs, plus 40 bis 60 % dieser Zeit je Nachschnitt. RFQdecoder bewertet diese Zeit mit 90 €/h (Maschine, Bediener und Gemeinkosten inbegriffen) und rechnet 150 € für Rüsten und Programmieren je Los hinzu (von QuoteBuddy 2026 veröffentlichte Werte). Ausschuss und ein Gewinn von 5 % kommen anschließend auf die Summe des Teils.

Was den Preis bestimmt: die Schnittfläche

Beim Drahterodieren drückt kein Werkzeug durch das Metall, und es entstehen keine Späne. Die Kosten sind daher fast ausschließlich eine Frage der Maschinenzeit (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026).

Diese Zeit lässt sich nicht allein an der Konturlänge ablesen. Die Abtragsrate wird in mm² pro Minute angegeben: Entscheidend ist die Fläche, die der Draht erodieren muss, also die Konturlänge mal die Schnitthöhe. Bei gleicher Kontur verdoppelt eine doppelte Dicke die Schnittzeit ungefähr (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026).

RFQdecoder wendet diese Regel an: Schruppzeit = (Konturlänge × Schnitthöhe) / Schruppschneidrate des Werkstoffs.

Schruppschneidraten nach Werkstoff

Die Referenzwerte des Tools stammen aus der von QuoteBuddy veröffentlichten Tabelle für einen Schruppschnitt (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026):

  • Aluminium: 250 bis 400 mm²/min;
  • Stahl (Zeile „Mild / tool steel“, Bau- und Werkzeugstahl): 180 bis 320 mm²/min;
  • Edelstahl: 150 bis 260 mm²/min;
  • Kupfer (Zeile „Copper / graphite“, Kupfer / Graphit): 200 bis 350 mm²/min.

Die Quelle stellt diese Zahlen als ungefähre Planungswerte dar, die an den Aufzeichnungen der jeweiligen Maschine zu kalibrieren sind. Generatoreinstellungen, Drahttyp, Spülung und die geforderte Kantenqualität verändern sie.

Nachschnitte, Stundensatz und Rüsten

Jeder Nachschnitt fährt die gesamte Kontur erneut ab. QuoteBuddy empfiehlt, je Nachschnitt 40 bis 60 % der Schruppzeit als Planungswert anzusetzen. Ein Teil mit ±0,005 mm und Spiegelglanz kann drei oder vier Schnitte erfordern, ein grobes Ausschneiden nur einen (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026).

Die Gesamtzeit wird mit 90 €/h bewertet, dem Wert aus dem Beispiel von QuoteBuddy (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026). Es handelt sich um einen „burdened“-Satz (voll belasteten Satz), also einen Werkstattsatz, alles inbegriffen: eine einzige Zahl pro Stunde, die die Kosten der Maschine, die Stellfläche, die Energie, den Bediener und einen Anteil der Werkstattgemeinkosten abdeckt (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026). Das Tool rechnet diesen Satz unverändert, ohne die Gemeinkosten ein zweites Mal aufzuschlagen; nur Ausschuss und der Gewinn von 5 % kommen auf die Summe des Teils. Zum Vergleich: Altior nennt 80 bis 130 € netto pro Stunde für das Erodieren (Draht- oder Senkerodieren) in der französischen Lohnfertigung (Quelle: Altior, Juni 2026).

Rüsten und Programmieren (Ausrichten des Rohteils, Aufspannung, Erzeugen und Prüfen der Bahn, erster Start) sind je Los fix: 150 € in der Tabelle von QuoteBuddy, ein Betrag, den das Tool übernimmt. Das sind 150 € bei einem Einzelteil und 3 € pro Teil bei einem Los von 50 (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026).

Rechenbeispiel

Annahmen des Beispiels (zur Veranschaulichung gewählt, nicht aus einer Quelle): Teil aus Stahl, 120 mm Konturlänge, 20 mm Dicke, ein Nachschnitt, Losgröße 1, dann Losgröße 10. Für das Beispiel gewählte Schneidrate: 250 mm²/min, innerhalb der Stahlspanne von 180 bis 320 mm²/min; es ist der Wert aus dem Rechenbeispiel von QuoteBuddy.

Verwendete öffentliche Werte: 40 bis 60 % der Schruppzeit je Nachschnitt, 90 €/h, 150 € für Rüsten und Programmieren je Los (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026).

  1. Schnittfläche: 120 mm × 20 mm = 2.400 mm².
  2. Schruppen: 2.400 / 250 = 9,6 min. An den Grenzen der Stahlspanne: 2.400 / 320 = 7,5 min und 2.400 / 180 ≈ 13,3 min.
  3. Ein Nachschnitt mit 40 bis 60 % der Schruppzeit: 9,6 × 0,40 = 3,84 min bis 9,6 × 0,60 = 5,76 min.
  4. Maschinenzeit pro Teil: 9,6 + 3,84 = 13,44 min bis 9,6 + 5,76 = 15,36 min.
  5. Maschinenkosten: 90 €/h, also 1,50 €/min. 13,44 × 1,50 = 20,16 € bis 15,36 × 1,50 = 23,04 € pro Teil.
  6. Rüsten und Programmieren: 150 € je Los, also 150 € für ein Einzelteil und 15 € pro Teil bei einem Los von 10.
  7. Summe pro Teil, vor Ausschuss und Gewinn: 170,16 € bis 173,04 € für ein Einzelteil; 35,16 € bis 38,04 € pro Teil bei einem Los von 10.

Diese Beträge enthalten weder das Einfädeln noch das Bohren der Startlöcher (siehe unten). Das Tool schlägt anschließend Ausschuss und den Gewinn von 5 % auf diese Summe auf. Mit einer anderen Schneidrate aus der Spanne ändert sich die Schruppzeit im selben Verhältnis.

Was nicht eingerechnet ist

Zwei Posten sind im Preis nicht enthalten, und das Angebot weist darauf hin: das automatische Einfädeln des Drahts und das Bohren der Startlöcher.

Bevor der Draht in eine Innenkontur eingefädelt werden kann, muss für jede geschlossene Kontur ein Startloch in das Rohteil gebohrt werden. Drei Innenfenster bedeuten drei Startlöcher, drei Einfädelvorgänge und drei Anschnitte. QuoteBuddy rechnet eine automatische Einfädelzeit je Startpunkt (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026).

Bei einem Teil mit mehreren Innenkonturen kommen diese Zeiten zum angezeigten Preis hinzu. Fragen Sie sie beim Lieferanten an.

Was Sie in einem Angebot prüfen sollten

  • Konturlänge und Schnitthöhe. Die Länge umfasst das Außenprofil und jedes Innenfenster, jede Nut und jede Öffnung (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026). Die Zeit ist proportional zur Höhe: Eine falsch übernommene Dicke verfälscht den Preis im selben Verhältnis.
  • Anzahl der Schnitte. Sie ergibt sich aus den Toleranzen und der Oberflächengüte der Zeichnung. Laut QuoteBuddy können zwei Teile mit gleicher Kontur, das eine in einem Schnitt ausgeschnitten, das andere auf ±0,003 mm mit Ra 0,2 gefertigt, beim Maschinenzeitbedarf um das Zwei- bis Dreifache auseinanderliegen (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026).
  • Draht, Werkstoff und Gewinn. Im Beispiel von QuoteBuddy verstehen sich die Maschinenkosten zu 90 €/h vor Draht, Werkstoff, Rüsten und Gewinn. QuoteBuddy stellt außerdem klar, dass seine Stundensätze Kosten vor Gewinn sind (Quelle: QuoteBuddy, Juli 2026). Prüfen Sie, wo diese Posten im erhaltenen Angebot stehen. RFQdecoder schlägt seinerseits Ausschuss und einen Gewinn von 5 % auf die Summe des Teils auf.
  • Anzahl der geschlossenen Konturen. Sie bestimmt die Zahl der Startlöcher und Einfädelvorgänge, die hier nicht eingerechnet sind.

Quellen

  • QuoteBuddy, « Wire EDM Cost: How to Calculate Price by Material and Thickness », 7. Juli 2026.
  • QuoteBuddy, « Machine Shop Rates per Hour: 2026 Charges and Formula », 12. Juli 2026.
  • Altior, « Taux horaire machine en usinage : les fourchettes par type de machine », 11. Juni 2026.

Häufige Fragen

Man teilt die Schnittfläche (Konturlänge × Schnitthöhe) durch die Schruppschneidrate des Werkstoffs, zum Beispiel 180 bis 320 mm²/min für Stahl laut QuoteBuddy. Jeder Nachschnitt fügt 40 bis 60 % der Schruppzeit hinzu.

Weil die Schneidrate als Fläche pro Minute angegeben wird. Bei gleicher Kontur verdoppelt eine doppelte Dicke die Schnittzeit ungefähr und damit die Maschinenkosten (QuoteBuddy).

RFQdecoder setzt 90 €/h an, alles inbegriffen (Maschine, Bediener und Gemeinkosten), den Wert aus dem Beispiel von QuoteBuddy, und rechnet diesen Satz unverändert: Nur Ausschuss und der Gewinn von 5 % kommen auf die Summe des Teils. Altior nennt 80 bis 130 € netto pro Stunde für das Erodieren (Draht- oder Senkerodieren) in der französischen Lohnfertigung.

Rüsten und Programmieren, 150 € je Los, sind fix. Sie machen bei einem Einzelteil 150 € aus und bei einem Los von 50 nur 3 € pro Teil (QuoteBuddy).

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